Depot-Update Februar 2021

Nach gefühlt Monaten, in denen die Börse nur eine Richtung kannte, ging es endlich wieder für einige Tage gen Süden - ein Hauch von Normalität. Was diesen Monat im Depot passiert ist:


Die Deutsche Industrie REIT und die Deutsche Konsum REIT notieren meines Erachtens nach wie vor verhältnismäßig günstig. In den letzten Monaten habe ich schon mehrfach nachgekauft, so auch diesen Monat wieder. Beiden Unternehmen gelingt es nach wie vor, Objekte zu sehr attraktiven Renditen anzukaufen. Bald gibt es auch ein Zweitlisting an der Börse in Südafrika, welches man für künftige Kapitalbeschaffungen nutzen will.


Neu im Portfolio sind die Unternehmen François Frères Tonnellerie (TFF Group), VeriSign und PatientSky. Die TFF Group wurde 1910 in Burgund, Frankreich gegründet und ist nun in der 4. Familiengeneration. Das Unternehmen ist weltweit marktführend bei der Produktion von Fässern für Wein, Bourbon und Whiskey. Hierzu besitzt das Unternehmen auch einen eigenen Eichenwald. Da coronabedingt viele Menschen nicht allzu stark am Glas waren, sind auch bei TFF die Umsätze leicht zurückgegangen. Meiner Meinung nach ein toller Einstiegspunkt bei einer Firma, die schon zwei Weltkriege überlebt hat und nach wie vor ein langfristig attraktives Geschäftsmodell hat.


VeriSign ist besser bekannt als der Anbieter von unter anderem den Domains .com und .net. Das Unternehmen ist sicherlich kein Highflyer, wächst aber recht kontinuierlich im hohen einstelligen Prozentbereich. Das Wachstum kommt zum einen über leichte Preiserhöhungen (staatlich reguliert) sowie ein leichtes Wachstum an registrierten Domains pro Jahr. Da das Unternehmen quasi keine Kosten hat, ist die Marge phänomenal. Das Management ist sehr aktionärsfreundlich und kauft regelmäßig eigene Aktien zurück.


PatientSky ist wahrscheinlich eines meiner risikoreichsten Investments, daher auch nur eine sehr kleine Position. Das norwegische Unternehmen ist erst Ende 2020 an die Börse gegangen. Kernprodukt ist eine modulare Plattform für die Entwicklung von eHealth-Anwendungen. Kunden wird so eine Möglichkeit geboten, schnell und mit "low-code" cloudbasierte, skalierbare Softwarelösungen zu entwickeln. Aktuell wächst die Firma mit rund 40% p.a. und über 90% der Umsätze sind recurring. Leider ist die Bewertung ebenfalls recht luftig - zwar bei weitem nicht so extrem wie viele US-amerikanische SaaS/PaaS-Anbieter, aber dennoch ambitioniert.


Bei q.beyond und IAC habe ich einen Teil meiner Positionen verkauft. Die Aktienkurse haben sich nach meinem Empfinden zu schnell zu gut entwickelt. Bei beiden Unternehmen ging es seit Oktober 2020 um rund 100% nach oben. Mein Investmentcase bei q.beyond ist ein Turnaround nach Strategiewechsel und bei IAC das Schließen der Bewertungslücke zum Wert der einzelnen Beteiligungen. IAC notiert seit der Veröffentlichung der konkreten Pläne des Vimeo-Börsengangs sogar überhalb des Wertes Ihrer Beteiligungen.



Übersicht der Transaktionen


Zukäufe

Deutsche Industrie REIT, Deutsche Konsum REIT


Käufe

TFF Group, VeriSign, PatientSky


Verkäufe

-


Teilverkäufe

q.beyond, IAC


Dividenden

MasterCard, Apple, CostCo



Dieser Artikel wurde von Jan Regenbogen verfasst.